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	<title>atypische Beschäftigung | inge-hannemann.de</title>
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		<title>Flexibilitätszuschlag für prekär Beschäftigte</title>
		<link>http://inge-hannemann.de/flexibilitaetszuschlag-fuer-prekaer-beschaeftigte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Inge Hannemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 09:40:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[atypische Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Böckler-Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[WSI]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hat eine neue Studie zu atypischer Beschäftigung veröffentlicht. Hierbei berücksichtigten sie die differenzierteren bundesweiten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und stellen fest, dass die ermittelten Anteile höher sind als die des Statistischen Bundesamtes. Auch wenn sich der Arbeitsmarkt 2016 positiv entwickelt hat und die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Vollzeit gestiegen sind, gab es eine weitere Zunahme bei Teilzeit und in der Leiharbeit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1574" style="width: 446px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/05/impuls_grafik_2016_07_7_atypische-beschaeftigung.jpg"><img aria-describedby="caption-attachment-1574" decoding="async" class="wp-image-1574" src="http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/05/impuls_grafik_2016_07_7_atypische-beschaeftigung-668x1024.jpg" alt="" width="436" height="668" srcset="http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/05/impuls_grafik_2016_07_7_atypische-beschaeftigung-668x1024.jpg 668w, http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/05/impuls_grafik_2016_07_7_atypische-beschaeftigung-196x300.jpg 196w, http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/05/impuls_grafik_2016_07_7_atypische-beschaeftigung-768x1177.jpg 768w, http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/05/impuls_grafik_2016_07_7_atypische-beschaeftigung-1080x1655.jpg 1080w, http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/05/impuls_grafik_2016_07_7_atypische-beschaeftigung.jpg 1443w" sizes="(max-width: 436px) 100vw, 436px" /></a><p id="caption-attachment-1574" class="wp-caption-text">Bild: WSI</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hat eine neue <a href="https://www.boeckler.de/106598_108744.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zu atypischer Beschäftigung veröffentlicht. Hierbei berücksichtigten sie die differenzierteren bundesweiten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und stellen fest, dass die ermittelten Anteile höher sind als die des Statistischen Bundesamtes. Auch wenn sich der Arbeitsmarkt 2016 positiv entwickelt hat und die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Vollzeit gestiegen sind, gab es eine weitere Zunahme bei Teilzeit und in der Leiharbeit. Die Zahl der Minijobs geht leicht zurück, so WSI weiter. Rund jede dritte Arbeitsstelle war in 2015 eine Teilzeitstelle, Leiharbeit oder ein Minijob. Damit hat die atypische Beschäftigung den höchsten Stand seit 13 Jahren erreicht. Insbesondere ist die atypische Beschäftigung im Westen ausgeprägt. Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen führen das Ranking mit jeweils über 40 Prozent an. In den Städten Delmenhorst (Niedersachsen) oder Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) ist sogar jeder zweite von atypischer Beschäftigung betroffen. Den niedrigsten Anteil auf Länderebene finden sich in Thüringen (36 Prozent) und bei den Städten in Wolfsburg (23 Prozent).</p>
<p><strong>Jeder fünfte Arbeitsplatz ist ein Teilzeitarbeitsplatz</strong></p>
<p>Laut WSI beträgt der größte Anteil am atypischen Arbeitsmarkt die Teilzeitarbeit (22 Prozent). Auch wenn nicht jede Teilzeittätigkeit prekär sei, so ist es häufig eine Notlösung und entspricht nicht den Wünschen der Beschäftigten, ergänzt WSI. Allerdings stellt die Studie fest, dass Stundenlöhne in diesem Arbeitsmodell unter der Niedriglohngrenze von 9,75 Euro brutto bei jedem dritten Arbeitsplatz weit verbreitet seien. Bei den Vollzeit-Beschäftigten sind es im Vergleich etwa 11 Prozent. Der Minijob ist bei jedem siebten ein Hauptverdienst und rund drei Viertel der Beschäftigten arbeiten hier im Niedriglohnsektor.</p>
<p><strong>Leiharbeit bleibt ein hire-and-fire-Karussell</strong></p>
<p>Auch wenn die Leiharbeitsbranche häufig damit argumentiert, dass ihre Löhne gering im Niedriglohnbereich liegen, so zeigt diese Studie andere Zahlen auf. Demnach sind 46 Prozent, und damit fast jeder zweite, vom Niedriglohn betroffen. Die scheinbar niedrige Beschäftigungsquote von knapp drei Prozent am Gesamtanteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer klingt blumig, solange man nicht die hohe Fluktuation berücksichtigt. Die aktuelle Entwicklung in der Zeitarbeit durch die <a href="https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Branchen-Berufe/generische-Publikationen/Arbeitsmarkt-Deutschland-Zeitarbeit-Aktuelle-Entwicklung.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesagentur für Arbeit</a> spricht davon, dass im ersten Halbjahr 2016 678.000 neue Beschäftigungsverhältnisse abgeschlossen wurden. Gleichzeitig jedoch 616.000 beendet. Ebenfalls zeigt der Bericht der BA auf, dass 42 Prozent unter 9 Monate beschäftigt sind. Nur jeder dritte bleibt länger als 18 Monate in der Leiharbeit tätig.</p>
<p>Dazu Inge Hannemann:</p>
<blockquote><p>„Wir haben eine stetige Zunahme von Arbeitsverhältnissen erster, zweiter und dritter Klasse. Von guter Arbeit sind wir meilenweit entfernt. Ein prekärer Arbeitsmarkt führt zur Spaltung einer Gesellschaft und grenzt Menschen innerhalb eines Betriebes aus. Leiden Beschäftigte einerseits unter Dauerstress, wird Arbeitsuchenden oder Teilzeitkräften der Arbeitsmarkt teilweise verwehrt. Das ist ein Ungleichverhältnis, welches auf Dauer den sozialen Frieden gefährdet. Statt die hohe Flexibilität und unsichere Lebensplanung, insbesondere in der Leiharbeit, adäquat zu be- und entlohnen, werden die Betroffenen häufig mit einem Niedriglohn doppelt bestraft. Dem muss ein Stopp gesetzt werden. Hierzu muss Equal-Pay ab dem ersten Tag gelten sowie über einen Flexibilitätszuschlag diskutiert werden. Alles andere bleibt Ausbeutung auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Normalarbeitsverhältnisse und atypische Beschäftigungen in Hamburg</title>
		<link>http://inge-hannemann.de/normalarbeitsverhaeltnisse-und-atypische-beschaeftigungen-in-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Inge Hannemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Apr 2017 09:03:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[atypische Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Statistikamt Nord]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie sah das Verhältnis von Normalarbeitsverhältnissen und atypischer Beschäftigung in Hamburg 2014 aus? „Normalarbeitsverhältnisse und atypische Beschäftigungen: Struktur- und Verdienstunterschiede in Hamburg und Schleswig-Holstein“ ist eine neue Analyse des Statistikamt Nord. Die Ergebnisse beruhen auf Daten aus dem Jahr 2014 von Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in einer Ausbildung befinden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-1208 size-full" src="http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/03/Unbenannt2_01.png" alt="" width="474" height="316" srcset="http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/03/Unbenannt2_01.png 474w, http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/03/Unbenannt2_01-300x200.png 300w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" /></p>
<p>„Normalarbeitsverhältnisse und atypische Beschäftigungen: Struktur- und Verdienstunterschiede in Hamburg und Schleswig-Holstein“ ist eine neue Analyse des <a href="http://www.statistik-nord.de/fileadmin/Dokumente/Statistische_Analysen/St_A_01_2017.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Statistikamt Nord</a>. Die Ergebnisse beruhen auf Daten aus dem Jahr 2014 von Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in einer Ausbildung befinden. In Hamburg wurden 46.000 Arbeitsverhältnisse ausgewertet und in Schleswig-Holstein waren es 45.000. Als „atypisch“ werden Beschäftigungsverhältnisse bezeichnet, auf die mindestens eines der folgenden Kriterien zutrifft:</p>
<ul>
<li>
<blockquote><p>Befristung des Arbeitsvertrags,</p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote><p>Teilzeitbeschäftigung mit normalerweise 20 oder weniger Arbeitsstunden pro Woche,</p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote><p>Zeitarbeitsverhältnis,</p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote><p>geringfügige Beschäftigung.</p></blockquote>
</li>
</ul>
<p>Erfüllt ein Arbeitsverhältnis keines der genannten Kriterien, gilt es als ein Normalarbeitsverhältnis. Laut der Studie und deren Hochrechnung gab es 2014 in Hamburg 1,02 Millionen Beschäftigungsverhältnisse. Davon waren rund ein Drittel (296.000) atypisch. Jede fünfte Beschäftigung umfasste eine Teilzeitstelle bis zu 20 Stunden wöchentlich. Frauen sind hierbei überrepräsentiert und besetzen jede dritte Teilzeitstelle. Die Studie zeigt deutlich auf, dass Frauen mit fast 40 Prozent in Hamburg und fast jede zweite Frau in Schleswig-Holstein atypisch beschäftigt sind. Im Gegensatz zu den Männern, die in beiden Bundesländern rund jede fünte Stelle atypisch besetzen. Merkmale atypischer Beschäftigung sind ebenso die Qualifizierung und das Alter. So sind geringqualifizierte Erwerbstätige häufiger atypisch beschäftigt, als Personen mit einer höheren Qualifikation. Junge Menschen unter 25 Jahren machen mehr als zwei Drittel der atypischen Beschäftigung aus. Die Studie geht allerdings davon aus, dass sich von dieser Personengruppe noch viele in einer Schul- oder Hochschulausbildung befinden und ihre Beschäftigung somit begleitend ist. Insbesondere sind diese Arbeitsverhältnisse bei den Mini-Jobs zu finden. Damit wäre auch laut Statistikamt Nord, das teilweise geringere Ausbildungsniveau begründet. Der Verbleib in einem Unternehmen bei atypischer Beschäftigung wird bei jedem Zweiten mit unter zwei Jahren angegeben.</p>
<div id="attachment_1521" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Normalarbeitsverhältnisse_atypische_HH_SH.png" target="_blank" rel="http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Normalarbeitsverhältnisse_atypische_HH_SH.png noopener noreferrer"><img aria-describedby="caption-attachment-1521" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1521" src="http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Normalarbeitsverhältnisse_atypische_HH_SH-300x134.png" alt="" width="500" height="223" srcset="http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Normalarbeitsverhältnisse_atypische_HH_SH-300x134.png 300w, http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Normalarbeitsverhältnisse_atypische_HH_SH-768x342.png 768w, http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Normalarbeitsverhältnisse_atypische_HH_SH-1024x456.png 1024w, http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Normalarbeitsverhältnisse_atypische_HH_SH.png 1071w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p id="caption-attachment-1521" class="wp-caption-text">Normalarbeitsverhältnisse und atypische Beschäftigungsverhältnisse1 in Hamburg und Schleswig-Holstein 2014 (zum Vergrößern: Klicken)</p></div>
<p><strong>Verdienstunterschiede bei atypischer Beschäftigung</strong></p>
<p>Interessant wird es bei den Unterschieden zu den Bruttostundenverdiensten. Demnach verdienen atypisch Beschäftigte in Hamburg 37 Prozent weniger als in einem Normalarbeitsverhältnis. So betrug der atypische Verdienst 14,19 Euro im Vergleich zum Normalarbeitsverhältnis von 22,69 Euro. Gerade bei den Mini-Jobs erhielten die Mitarbeiter gerade mal halb so viel Stundenlohn wie Normalbeschäftigte.</p>
<div id="attachment_1522" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Bruttostundenlohn_HH_SH.png"><img aria-describedby="caption-attachment-1522" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1522" src="http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Bruttostundenlohn_HH_SH-300x133.png" alt="" width="500" height="221" srcset="http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Bruttostundenlohn_HH_SH-300x133.png 300w, http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Bruttostundenlohn_HH_SH-768x340.png 768w, http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Bruttostundenlohn_HH_SH-1024x454.png 1024w, http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2017/04/Bruttostundenlohn_HH_SH.png 1070w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p id="caption-attachment-1522" class="wp-caption-text">Bruttostundenverdienste in Normalarbeitsverhältnissen und atypischen Beschäftigungsverhältnissen<br /> in Hamburg und Schleswig-Holstein 2014 (zum Vergrößern: Klicken)</p></div>
<p>Die Studie beschreibt es so:</p>
<blockquote><p><em>„Geringfügige Beschäftigung ist eher mit geringen Qualifikationsanforderungen und einer niedrigen Bezahlung verbunden. Minijobs bieten angesichts des begrenzten Beschäftigungsumfangs im allgemeinen wenig Perspektive auf Qualifizierung und Aufstieg im Beruf bzw. im Unternehmen und damit auf Gehaltszuwächse. Vorzugsweise werden sie in bestimmten Lebensphasen, zum Beispiel in der Ausbildung oder nach Renteneintritt, begleitend oder übergangsweise ausgeübt. Bei dieser Beschäftigungsform erscheint der Verdienst relativ statisch und ist vermutlich an der gesetzlich bestimmten Obergrenze für den Monatsverdienst ausgerichtet; die Verdienstunterschiede zwischen weniger gut qualifizierten und besser ausgebildeten Arbeitnehmern und -nehmerinnen sind am geringsten. Eine bessere Qualifikation zahlt sich aufgrund des im allgemeinen geringen Anforderungsniveaus der Minijobs, die häufig wenig Spezialkenntnisse und Berufserfahrung erfordern, kaum aus. Sofern ein höheres Ausbildungsniveau vorhanden ist, dürfte diese Qualifikation für die ausgeübte geringfügige Tätigkeit nicht unbedingt entscheidend sein und wird daher kaum honoriert.“</em></p></blockquote>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die Studie fasst zusammen, dass hinsichtlich der Verbreitung von Niedriglöhnen und die Unterscheidung von Normalarbeitsverhältnissen und atypischen Beschäftigungsverhältnissen einige ergänzende Erkenntnisse zum Verdienstniveaus aufzeigen. Auch wenn diese keineswegs auf atypische Beschäftigungsverhältnisse beschränkt sind, korrespondieren sie doch stark mit bestimmten Formen atypischer Beschäftigung. Insbesondere bei Teilzeit und geringfügigen Arbeitsverhältnissen. So erfordern gerade reduzierte Beschäftigungen häufig weniger fachliche Kenntnisse und berufliche Erfahrungen. Gerade diese können einen (Wieder)-Einstieg für Jüngere oder nach Erwerbspausen erleichtern. Auch lässt diese Beschäftigungsart einen größeren Freiraum für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer offen, um sich bewusst für temporäre und / oder ergänzende Tätigkeiten zu entscheiden. Damit lassen sich persönliche Erfordernisse und Interessen leichter kombinieren. Auf Dauer ausgeübt bieten sie allerdings deutlich geminderte Verdienstchancen gegenüber Normalarbeitsverhältnissen, so die Studie weiter. Stellt die atypische Beschäftigung bei Männern eher eine kurze Übergangsphase dar, ist sie bei Frauen weitaus mehr verbreitet. Damit bleiben gerade bei Frauen geminderte Aufstiegs- und Verdienstchancen aus. Eine Schlussfolgerung auf die Gesamteinkommenssituation durch Mini-Jobs oder Teilzeittätigkeit kann kaum gezogen werden. Sie können mit weiteren Einkommensbezügen oder Transferleistungen aufgestockt sein. Zwar muss eine Tätigkeit mit einem niedrigen Bruttostundenlohn nicht zwangsläufig mit einem niedrigen Haushaltseinkommen verknüpft sein, jedoch ist anzunehmen, dass sie als alleinige Einkommensquelle häufig nicht ausreicht, um den eigenen Unterhalt vollständig und dauerhaft zu finanzieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
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